Schwimmen kann Leben retten

Immer wieder liest man in den Medien, dass Kinder im Pool im Garten, im Badesee oder in sonstigen Gewässern ertrinken bzw. verunglücken. Das muss und darf nicht sein!! Im Lehrplan BSP (Bewegung und Sport) für Volksschulen ist verankert, dass Schwimmen ein fixer Bestandteil des BSP-Unterrichtes zu sein hat. Im Hallenbad in Braunau wird aus diesem Grund seit der Wiedereröffnung am 14.09.2020 von Montag 09:00h bis 14:00h und Dienstag bis Freitag in der Zeit von 08:00h bis 13:00h das gesamte Hallenbad für Publikumsbetrieb gesperrt. Das heißt es werden nur Schulklassen nach Anmeldung in das Hallenbad eingelassen. Die Gesamtanzahl der Hallenbadbesucher ist auf 100 Personen begrenzt. Es gilt die Lockerungsverordnung bei Sportveranstaltungen. Hygienemaßnahmen und Maskenpflicht bis zur Schwimmhalle! Zur Zeit ist das Bad zwar wieder geschlossen, doch es wird wieder öffnen, und dann sollte es auch genutzt werden.

Da wir der Meinung sind, dass es immer wichtiger wird, schwimmen zu können und dies nicht immer nur auf Kosten der Eltern gehen muss werden wir uns für Schwimm(lern)tage an der VS-Schalchen einsetzen. Es sollte keine Problem sein, eine Turnstunde pro Woche durch eine andere Stunde zu ersetzen (gerade jetzt, wo das Festigen des zu Hause Erlernten so wichtig ist!!) und so einen Vormittag für eine Fahrt ins Hallenbad zu gewinnen. Ebenso werden wir Verhandlungen mit Schwimmlehrern führen, um so auch Nichtschwimmern das Erlernen eines ordentlichen Schwimmstiles in der Volksschule zu ermöglichen. Schüler, welche bereits Schwimmen können, werden so ihre Schwimmtechnik verbessern können. Verhandlungen mit der Schulleitung laufen bereits. Für eine Kostenbeteiligung (Bus, Eintritt, Schwimmtrainer) seitens der Gemeinde werden wir uns einsetzen.

Wir ersuchen alle Schalchner Eltern zu beachten:

Wenn ein Kind nicht Schifahren, nicht am Reck turnen oder keinen Handstand kann wird nicht viel passieren. Wenn ein Kind aber nicht schwimmen kann, wird es immer einer Gefahr ausgesetzt sein.

 

Auszug aus: Ertrinken von Kindern in Österreich/Fokusreport 2018 des FORSCHUNGSZENTRUM FÜR KINDERUNFÄLLE (www.grosse-schuetzen-kleine.at/forschungszentrum)

"In Österreich zählt der tödliche Ertrinkungsunfall zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern bis zum 14. Lebensjahr. Unterteilt man die Gruppe der Kinder noch weiter in 5jährige Altersgruppen, so ist er bei den jüngsten die häufigste, bei den älteren Kindern nach dem Verkehr die zweithäufigste Todesursache"
"Knapp ein Drittel der Vorfälle passiert in einem öffentlich Schwimmbad wie Hallenbad, Therme oder Freibad. Fast ein Viertel der Unfälle passiert zu Hause im eigenen und ganz selten im Gartenpool des Nachbarn."

Auszug aus: Lehrplan der Volksschule, Siebenter Teil, Bildungs- und Lehraufgaben sowie Lehrstoff und didaktische Grundsätze der Pflichtgegenstände der Grundschule und der Volksschuloberstufe, Grund-schule – Bewegung und Sport, Stand: BGBl. II Nr. 303/2012, September 2012

"Wegen der lebenserhaltenden und lebensrettenden Funktion des Schwimmens ist es Ziel des Unterrichts, je nach organisatorischen Möglichkeiten jeder Schulabgängerin und jedem Schulabgänger zumindest eine grundlegende Schwimmfertigkeit zu vermitteln."

"Der Erwerb von altersadäquaten Schwimmabzeichen soll ermöglicht werden"